Interne Laptop-Tastatur einfach vom Motherboard trennen?

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  • Interne Laptop-Tastatur einfach vom Motherboard trennen?

    Guten Morgen liebes Forum,
    Ich habe vor einiger Zeit ein Terra Amina 2200 (Laptop) vor dem Schrottplatz gerettet und Lubuntu 12.04 aufgespielt. Dies funktioniert soweit auch sehr gut und läuft flüssig.
    Allerdings wurde das Notebook einige Zeit laut dem vorherigem Besitzer Feuchtigkeit (Keller) ausgesetzt, weswegen das Display einige Pixelfehler aufweißt (ist egal) und die Tastatur nicht richtig funktioniert - Und genau das ist mein Problem.
    Folgende Situation:
    Auf der internen Tastatur des Notebook funktionieren einige Tasten nicht, weswegen ich eine externe Tastatur angeschlossen habe. Allerdings funkt die interne Tastatur oft dazwischen, d.h. wenn ich z.B. einen Text schreibe, dann kommen plötzlich irgendwann lauter i's in den Text, also so, als würde ich die I-Taste die ganze Zeit gedrückt lassen. Erst, wenn ich auf der externen Tastatur irgendetwas mache, dann hört die interne Tastatur auf, zu stören und ich kann weiter tippen. Allerdings ist das ganze z.B. bei der Eingabe von Passwörtern extrem nervig, vorallem bei solchen Passwörtern, die nicht angezeigt werden (z.B. per SSH auf dem Raspberry Pi).
    Nun habe ich schon einige Zeit gegoogelt, ob sich die interne Tastatur an einem Laptop mit Lubuntu deaktivieren lassen kann. Unter Windows funktioniert das mit dem Geräte-Manager, wie ich oft gelesen habe, aber unter Linux ist das anscheinend nicht möglich. Die Foren-Themen, die ich gefunden habe, hören irgendwann ohne Lösung einfach auf. Anscheinend gibt es also von Seiten Linux keine Möglichkeit, das zu bewerkstelligen. Laut einigen Foren-Themen sollte es im BIOS eine Möglichkeit geben, aber auch da habe ich nichts gefunden.

    Nun dachte ich mir, ich kappe einfach die Leitung von der Tastatur zum Motherboard. Allerdings habe ich da ein paar Bedenken:
    1. Komme ich dann mit der USB-Tastatur noch ins BIOS? Ich denke ja, da an meinem Stand-PC auch eine USB-Tastatur angeschlossen ist, und ich damit ins BIOS komme. Oder ist das bei Laptop's anders? Ich habe leider keine Ahnung, welche Taste die BIOS-Taste ist, ich habe immer wild auf der Tastatur herumgetippt und dann bin ich irgendwie ins BIOS gekommen. Beim booten kommt nur ein Intel-Logo, leider keinen Hinweis auf den BIOS. Bei meinem PC und Laptop kommt ein Hinweis in Form von "Press [Taste] to enter Setup", diesen Hinweis gibt es aber bei dem Laptop nicht. Wie gesagt, nur ein Intel-Logo, mehr nicht.
    2. Können sonst irgendwelche Probleme auftreten, nachdem ich die Tastatur gekappt habe? Dass ich dann z.B. die Helligkeit nicht mehr einstellen kann (ging über Buttons auf der Tastatur) ist mir klar, aber die Fn-Taste war auf der internen Tastatur kaputt, weswegen man das gar nicht machen könnte :D .

    Ich habe den Laptop zwar noch nicht aufgeschraubt, aber ich vermute stark, dass die Tastatur nicht gesteckt, sondern einfach auf das Motherboard aufgelötet oder abgedampft ist. Und genau das ist mein Problem, denn das kann ich nicht reparieren und deswegen frage ich nach.

    Vielen Dank für eure Hilfe. :)

    Noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die kommende Woche,
    AppleFan123
    Gruß
    AppleFan123
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Mark Twain
    Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes mal wieder aufzustehen. Nelson Mandela
  • AppleFan123 schrieb:

    ob sich die interne Tastatur an einem Laptop mit Lubuntu deaktivieren lassen kann. Unter Windows funktioniert das mit dem Geräte-Manager, wie ich oft gelesen habe,
    Ich vermute mal, dass das unter Windows auch nicht funktioniert. Selbst wenn du die Tatstatur im Ger#äte Manager deinstallierst, wird die beim nächsten Bootvorgang wieder eingebunden.

    AppleFan123 schrieb:

    aber ich vermute stark, dass die Tastatur nicht gesteckt, sondern einfach auf das Motherboard aufgelötet oder abgedampft ist.
    Ich habe schon diverse Notebooks ausgeschlachtet, die Tastatur war immer gesteckt. Verwendet wurde ein Flachbandkabel, welches über eine 'Klemmleiste' mit dem Motherboard verbunden wurde. Zum Wiederverbinden des Kabels muss diese Klemmleiste manchmal hochgeklappt/angehoben werden.

    AppleFan123 schrieb:

    Komme ich dann mit der USB-Tastatur noch ins BIOS?
    Ausprobieren. Ich vermute aber mal, dass das BIOS schon meckert, wenn es keine Tastatur findet (dann bist du auch im BIOS :) ).

    AppleFan123 schrieb:

    Beim booten kommt nur ein Intel-Logo, leider keinen Hinweis auf den BIOS. Bei meinem PC und Laptop kommt ein Hinweis in Form von "Press [Taste] to enter Setup", diesen Hinweis gibt es aber bei dem Laptop nicht. Wie gesagt, nur ein Intel-Logo, mehr nicht.
    Normalerweise ist es die Taste F2 oder DEL/Entf, die während des Bootvorgangs gedrückt werden muss, um ins BIOS zu kommen. Wenn ich einen unbekannten Rechner habe drücke ich sofort nach Power On abwechselnd die Tasten F2 und DEL/entf in schneller Abfolge. Spätestens wenn es piept, kannst du damit aufhören und solltest in das BIOS gelangen.

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  • Probier´s einfach mal aus ;) ! Bei den meisten Laptops / Notebooks ist die Tastatur direkt von oben - ohne Öffnen des Gehäuses ausbaubar ! Meistens hängt die nur an 4-6 Clipsen. Und das Flachbandkabel ist eigentlich immer gesteckt , sowas zu verlöten ist teurer als die Steck-Variante ! Wie @Ergo-HH schon schrieb - bei vielen musst du einen "Rahmen" nach oben schieben um das Kabel raus zu bekommen !
    Fast allen BIOS-Varianten ist es völlig Wurst , woher die Tastatur kommt - bei einigen musst du allerdings vorher wenigstens einmal den "USB-Legacy-Support" eingeschaltet haben (z.B. bei einigen Award-BIOS).
    Die Signatur macht gerade Pause !

    Fragen gehören hier in das Forum und nicht in mein Postfach ...
  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten :) .
    Und, was soll ich sagen: Operation erfolgreich, Patient lebt :D
    Allerdings war das eine richtige Fummelei. Viele Mini-Schraube etc.
    Nachdem ich den Laptop aufgeschraubt habe, habe ich zuerst mal den Plastik-Rahmen auf der Unterseite entfernt. Und da hat sich der Rechner schon "verbissen gewehrt" :D , ich musste den Anschluss des Display's trennen und das Display inkl. Ramen vom unteren Gehäusteil entfernen.
    Dann hatte ich noch das untere Gehäuse. Dieses bestand aus zwei Teilen, welche ich trennen wollte. Aber da liefen die Kabel vom Touchpad + Tastatur durch 8|
    Also habe ich das ganze "aufgebogen" und die Tastatur mit meiner anderen Hand abgetrennt. Es war übrigens, wie vermutet, nur ein Stecker, welchen ich mit zwei Nasen daneben lösen musste.

    Dann habe ich mir mal den Lüfter vom Prozessor angesehen: So viel Staub habe ich auf so einer Fläche noch nie gesehen!
    Ok, den Lüfter ausgesteckt und mit dem Staubsauger abgesaugt. Den Kühlkörper gleich noch dazu.
    Dann habe ich noch einen 256 MB RAM durch einen 512 MB RAM ersetzt (DDR-RAM), also insgesamt 768 MB RAM (davor 512 MB RAM).
    Alles wieder zugeschraubt, Tastatur und Maus dran, hochfahren und freuen :) .
    Hat wunderbar geklappt, danke für eure Tipps.
    Gruß
    AppleFan123
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  • AppleFan123 schrieb:

    Dann habe ich mir mal den Lüfter vom Prozessor angesehen: So viel Staub habe ich auf so einer Fläche noch nie gesehen!


    Püüüh ;) ! Solange du den Lüfter noch als solchen erkennen kannst ist alles in Ordnung !
    Ich hatte die Tage einen PC auf dem Tisch (ca. 2 Jahre alt) , der ständig abgestürzt ist. Der Besitzer ist wohl Kettenraucher (das ehemals weiße Gehäuse hat ganz doll die "Gelbsucht" bekommen) und auch sonst scheint man es mit Staubsaugen etc. wohl nicht so zu haben ...
    Ende vom Lied: Das ganze Mainboard war eine graue Fläche ,wo einzelne "Beulen" von den Chips zeugten. CPU-Lüfter ? Jaaaa , das könnte dieser Staubhaufen sein ! Grafikkarte , Soundkarte und was sonst noch in den Slots steckte war eine kompakte Masse von Dreck.
    Nach massivem Staubsauger-Einsatz läuft die Kiste jetzt stabil bei 45°C (vorher nach 10 Minuten bei 80-90°C) und schmiert nicht mehr ab.

    EDIT: Das "PC-Fachgeschäft" hat da auch ganze Arbeit geleistet - sie haben einen Filter in der Lüftung verbaut ! Allerdings nicht am Lufteinlass - sondern vor den Auslass-Schlitzen ! Ergo: Der Dreck kann prima rein - aber leider nicht raus ...
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